Moderne Kunst  Leonhard R. Lang

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Der Künstler

Leonhard R. Lang wurde 1944 im Badischen geboren. Früh zeigte sich seine musische Seite vor allem durch seine ausgeprägte Musikalität. Seine Ausbildung nahm jedoch eine technische Richtung. Er lernte Mechaniker, machte später den Industriemeister und REFA- Techniker. Die Musik begleitete ihn immer.
Sein erstes Bild entstand 1973 - ein Aquarell. In den Jahren zuvor hatte das Gestalterische immer mehr sein Interesse gefunden. Galerie und Museumsbesuche, das Studium von Fachliteratur und Kunstbänden schärften seinen Sinn für Technik, Form und Farbe.
Weitere Bilder entstanden aus beruflichen Gründen eher sporadisch, jedoch von Anfang an in Öl auf Leinwand. Der Wunsch nach künstlerischer Tätigkeit wuchs ständig, zum einen aufgrund der Beschäftigung mit dem Thema und zum anderen als Gegenstück zur Technik, die beruflich im Vordergrund stand. Die ersten Bilder zeigten Pseudogegenständliches, wobei die recht intensiven Farben mehr dominierten als die Formen.
Zahlreiche USA-Reisen ließen immer mehr Bilder im Kopf entstehen, vor allem angeregt durch die Farben sowie Licht und Landschaften des Südwestens. Genauso inspirierten ihn die vielseitigen Küstenlandschaften, ob in Maine, Florida oder dem pazifischen Nordwesten.

Ab 1993 malte der Künstler immer häufiger, bis er schließlich von 1996 an nur noch künstlerisch arbeitete. Jetzt konnte er sich voll entfalten, zahlreiche Werke entstanden. Das Pseudogegenständliche trat immer mehr zurück.
Inzwischen leuchten satte, pralle Farben von den Leinwänden. Sie entfalten, auch in zurückhaltenderen Tönen, eine mesmerisierende Wirkung durch ihr geheimnisvolles Leuchten. Dies wird auch unterstützt durch eine raffinierte Spachteltechnik, die übereinander liegende Farbschichten öffnet.
Faszinierend sind auch die Bilder aus der sogenannten “Lines”-Serie. Auf den ersten Blick sind es scheinbar einfache Bilder, bei denen sich zahlreiche, verschieden farbige Linien vertikal auf einer meist dunkleren Fläche begegnen.
Eine besondere Tiefe und Spannung erhalten sie durch eingefügte Fenster in denen sich die String- Anordnungen versetzt wiederholen.
Die Ausstrahlung und Entstehung der meisten Bilder ergibt sich auch aus der scheinbar zunächst widersprüchlichen aber überraschend harmonischen Verbindung zwischen Technik und Emotion, sowohl im Bild selbst als auch in der Intention und Botschaft des Künstlers:

Kunst zum Leben, für's Leben.